Das haekelschwein Blog

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Haiku

01.09.2014 20:16

Der Baum vorm Fenster
welkt, und in der Scheibe sieht
man meine Schläfen.

Der haekelschwein Kalender 2015

01.09.2014 08:36

Der haekelschwein Kalender 2015 ist ab sofort bestellbar. Er enthält alle Monate des Jahres in der optimalen Reihenfolge und kann 2026 kostenlos wiederverwendet werden.

Aus meinen Tweets der 31.-35. Kalenderwoche 2014

31.08.2014 23:59

Sich den Bart abrasieren, um wieder wie 20 auszusehen und feststellen, dass man mit 20 nicht gut aussah. Ihr kennt das.

Facebook empfiehlt mir „Putzfrauen online buchen“ und „Schneller Gewicht abnehmen“. Ich klebe erst mal die Kameralinse zu.

Tipp für Deutschland: Sonnen- und Windenergie massiv ausbauen und bei Verteilungskriegen um fossile Energie gelangweilt abseits stehen.

Ich hatte mal einen Pantoffel, der mir jeden Morgen zwei Hunde apportiert hat. Wurde aber lästig.

Webshops, die man nicht auf dem Smartphone bedienen kann, sind wie Läden, die man nicht mit Straßenschuhen betreten darf.

Ich erwäge, Amazon-Konkurrent zu werden, keine Versandkosten zu nehmen und jeder Sendung Bargeld beizulegen.

Habe beschlossen, einen BWL-Kurs zu absolvieren und mache nie wieder böse Witze darüber. Wo kauft man eigentlich apricotfarbene Poloshirts?

Und dann war da noch der Ontologe, der sich unmöglich machte.

Woodstock nach 45 Jahren

29.07.2014 13:53

Die Hippie-Jahre sind vorbei, die Blumenkinder wurden Blumenhändler, der Hobby-Laie ging unter die Lobby-Haie und der Arbeitshosenlatz wich der Arbeitslosenhatz. Was einzig blieb von den Achtundsechzigern ist unser Sexy-mini-super-flower-power-haekelschwein!

Früher wollten Sie Springer enteignen, heute lassen Sie Enteignete für sich springen und vergeben 1-Euro-Jobs, weil Sie schon damals das Geld abschaffen wollten.

Theodor Fontane sagte: „Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand.“ Und wer mit 60 kein haekelschwein besitzt, hat keinen Geschmack.

BuzzFeeds

28.07.2014 20:30

Ich habe BuzzFeed ausprobiert und dort eine Kitsch-Galerie veröffentlicht.

Ebendort findet man auch 10 Gründe, warum man mich hasst.

Und 10 Missgeschicke, die direkt aus dem Leben gegriffen sind.

Aus meinen Tweets der 27.-30. Kalenderwoche 2014

27.07.2014 23:59

Um manche Möbel geschmackvoll zu finden, muss man Biber sein.

Wer als Grafiker die Covergirls von Fernsehzeitschriften bearbeitet, muss ein Praktikum bei Madame Tussauds vorweisen können.

Einst stolze Markennamen auf Billigprodukten verramscht zu sehen, tut weh. Ich weiß, wovon ich rede, ich habe früher SPD gewählt.

Gegen die Digitalisierung kämpft man so erfolgreich wie gegen den Tod: Man kann Etappensieger sein, aber der endgültige Sieger steht fest.

Mit dem Argument, es gehe ja eigentlich gegen Ausländer, kann man CSU-Wählern sogar eine Straßenbenutzungsgebühr schmackhaft machen. Nach der Ausländermaut, die wir alle zahlen müssen, freuen sich CSU-Wähler schon auf die Fußfessel für Ausländer, die wir aber alle tragen. Die PKW-Maut ist ein schönes Beispiel für die hirnerweichende Wirkung von Fremdenfeindlichkeit.

Schreibstube

14.07.2014 13:21

Fassadenkunst in Ponta Delgada

Fußabdrücke

06.07.2014 15:01

Es gibt sie, diese besonderen Menschen, die nicht unbemerkt durchs Leben gehen, sondern Spuren hinterlassen!

Schweißfüße sind der Grund. Das haekelschwein hilft dagegen. Fixieren Sie fünf flauschige Ferkel unter die Fußsohle und flanieren Sie fürderhin frohgemut barfuß, ohne feuchte Fußabdrücke zu fabrizieren.

Aus meinen Tweets der 23.-26. Kalenderwoche 2014

29.06.2014 23:59

Das Schild „Straßenschäden“ zu lesen, ist ein bisschen so, wie im Krankenhaus keinen Gips zu bekommen, sondern das T-Shirt „Armbruch“.

In meinem Heimatdorf entsteht ein Gewerbegebiet ohne DSL-Anschluss. Um die Ansiedlung bewerben sich Hufschmieden und Grammophonfabriken.

Man muss nix aus seinem Leben machen, aber man sollte etwas in seinem Leben machen.

Wenn man eine Kellerassel auf dem Balkon hat – ist das nicht widersinnig?

Wer keine Apps auf seinem Smartphone installiert, hatte bestimmt auch eine Spieluhr statt CD-Spieler.

Gern schriebe ich einen Roman, der mit den Worten begönne: „Durch Ginster gehend, wurde er einer Anhöhe gewahr.“

Habe zu wenige Socken mit auf die Reise genommen. Dabei hätte ich nur die Menge der Tage mit der Anzahl meiner Füße multiplizieren müssen.

Die Geräusche, die halb geöffnete Mineralwasserflaschen von sich geben, sind dieselben wie vor einer Entführung durch Außerirdische.

Wer war eigentlich das teuflische PR-Genie der Fleischindustrie, das in unseren Köpfen die Wörter Gemüse und Beilage verknüpft hat?

„Extremisten rufen Gottesstaat aus.“ Warum macht Gott das nie selbst? Hat der keine Zeit für so was oder ist er da nicht für?

Dudelsack

01.06.2014 16:51

Aus meinen Tweets der 20.-22. Kalenderwoche 2014

01.06.2014 16:38

Der Präsident der Azoren ist so alt wie ich. Aber er musste mich für zwei Euro in seinen Garten lassen und ich ihn nicht auf meinen Balkon!

Auf den Azoren habe ich erstmals einen Zimtbaum gesehen, konnte aber nicht die gesamte Rinde abnagen, weil die Leiter zu kurz war.

Busfahrpläne oder gar das Aushängen derselben gelten auf den Azoren als interessantes Konzept, über das sich nachzudenken lohnt.

Ich verstehe nicht viel von den Bebauungsplänen fürs Tempelhofer Feld, aber wenn CDU und SPD dafür sind, wird es wohl keine gute Idee sein.

Was mich interessieren würde: Sind Musikerpärchen eigentlich immer im Takt, wenn sie Sex haben?

Auto: 2000-Kilo-Gerät, um unsere 80 Kilo in ein Fitnessstudio zu bewegen, wo wir auf dem Ergometer radeln

Schauspieler: Mensch, der in Unterhosen auf der Bühne steht und einen Apfel isst. Filmschauspieler: ohne Apfel & Bühne, aber besser bezahlt

Ich will nicht sagen, dass Johannisbrotkekse schlecht schmecken, aber ist es Zufall, dass der erste Googletreffer Hundekuchenrezepte sind?

Wittkamps Listenbuch

17.05.2014 14:57

Man kann ja über Putin sagen, was man will, aber das muss nicht im Rahmen dieser Rezension sein, die ein Buch behandelt, das aus lustigen Listen besteht. Ich finde, nicht alle Bücher sollten aus lustigen Listen bestehen, sondern einige aus turbulenten Verwechslungskomödien oder Ölwechseltipps für den Golf V.

Aber ich kann das leicht schreiben, denn ich habe eine schöne Tastatur. Und Geschlechtsteile aus Kupfer, aber das ist eine lange Geschichte und die werde ich nicht erzählen. Vietnam. Ich bin darüber hinweg. Wenn ich nicht schweißgebadet aufwache!

Warum fragen Sie überhaupt danach? Es soll doch um Listen gehen. Aufzählungen genauer gesagt. Ich bin kein Freund davon. Mir ist ein saftiger Schinken allemal lieber, aber den verschickt keiner zur Rezension. Also muss man nehmen, was kommt.

Ein paar Zeilen tät ich darüber schreiben, habe ich zugesagt. Aber reingeschaut habe ich nicht. Ich stelle mir Rezensionsexemplare grundsätzlich eingeschweißt ins Regal. Es trübt mein Urteil, wenn ich zu viel über ein Buch weiß, erst recht solche Details wie den Inhalt.

Ich kann nur sagen, wie ich solch ein Buch schriebe. Auf jeden Fall würde ich mir einen bekloppten Künstlernamen zulegen, den aber nicht benutzen, sondern nur haben. Und einen Superheldendress, den ich nie anzöge.

Eine der Listen, die ich schreiben würde, könnte auf Seite 178 stehen und so lauten:

„Was man bei 15 °C trägt:

am Ende des Sommers:
Shirt
Kapuzenjacke

am Ende des Winters:
Unterhemd
Hemd
Pullover
Kapuzenjacke
Jacke
Schal/Tuch
Wollmütze“

Und wenn vier Seiten weiter noch Platz für eine Liste wäre, dann für diese:

„Große Gruppen, denen sich kein Mensch zugehörig fühlt:

Hipster
Sextouristen
Jasager
schweigende Mehrheit
Idioten
Ewiggestrige
Käufer herkömmlicher Produkte“

Am Ende einer Rezension erwarten Sie sicher eine Kaufempfehlung und hier ist sie: Kaufen Sie statt Apfelmus lieber Apfelmark, das enthält keinen Zucker und schmeckt ebenso gut! Falls Sie auf der Fahrt zum Supermarkt ein Buch lesen wollen, dann das hier besprochene.

Man lese auch meine anderen Rezensionen.

Aus meinen Tweets der 18.-19. Kalenderwoche 2014

11.05.2014 16:27

Ich wollte meinen Hamster dressieren und habe nun die Backen voller Nüsse. Sein Wille ist stärker.

Kurzzug hält mittig. Fahrgast schaut fenstrig. Tourist winkt grüßig. Pendler lacht herzig.

Äpfel im Paradies waren nicht verboten, sondern kostenpflichtig. Als Adam davon aß, musste er hinaus, um Geld zu verdienen.

Ich habe einen Elektro-Bart erfunden, aber das Kabel hängt beim Suppe-Essen im Weg.

Die Spinne im Bad war so dick, dass ich gar nicht sicher bin, ob ich jetzt die Spinne oder das Badezimmer aus dem Fenster geworfen habe!

Ich habe den Kuchenteig zu gleichen Teilen auf Kleidung, Küche und Backform verteilt. Stand so nicht im Rezept, aber man darf ja variieren.

„Die breiten runden Gläser dieser Gleitsichtbrille stechen natürlich sofort ins Auge“ – (Aus der Reihe: Schlechte Werbetexte, Folge 351)

Bei Verteidigungsbündnissen und Geheimdiensten besteht immer die Gefahr, dass sie sich neue Feinde schaffen, um nicht überflüssig zu werden.

Chancengleichheit ist leicht herzustellen: Jeder Bürger bekommt ein Los, einer davon gewinnt eine Million. Aber Sozialpolitik ist das nicht.

Warum kümmert sich die Politik nicht um die wirklichen Bedürfnisse der Menschen! Zum Beispiel Pärchenfotos im Personalausweis.

„Kleidungsstücke nicht während des Tragens bügeln.“ Guter Tipp aus der Anleitung meines Dampfbügeleisens.

Als Kind hoffte ich immer, dass ein Supermancomic im Briefkasten wäre. Obwohl ich nix bestellt hatte. Das Internet ist so ein Briefkasten.

Nehmt euren Kindern mit 14 die Spielsachen weg und verkauft sie ihnen später auf eBay, wenn sie als nostalgische Dreißiger danach suchen!

Am Ende ist das Leben verbraucht und sieht noch aus wie neu, weil man die Schutzfolie nie entfernt hat.

Armband

02.05.2014 21:02

Blick ins Business

28.04.2014 23:00

Als Jungdynamiker muss man Paradigmenwechsel forcieren und Synergien implementieren. Aber mich betrifft das nicht, denn ich bin haekelschwein-Anbieter und verkaufe ein multifunktionales Universalgerät aus rosa Wolle.

Nur wenige frönen noch diesem altehrwürdigen Gewerbe mit zwölfjähriger Tradition, doch mir war schon frühzeitig klar, dass ich diesen Beruf ergreifen wollte, weshalb ich zielstrebig Indogermanistik studierte.

Was macht eigentlich ein haekelschwein-Anbieter, werden Sie sich fragen, und keine Antwort bekommen, also fragen Sie lieber mich. Verkaufe ich Buchstaben aus meiner Trenchcoat-Innentasche? Rufe ich Menschen mit alten Vornamen an, um ihnen Schweineabos aufzuschwatzen? Tingle ich über Handarbeitsbazare? Mitnichten: Ich sitze am Rechner, bespaße die Menschen und gebe ihrem Kaufbegehren nach. Wie sieht mein Arbeitstag aus, werden Sie nun wissen wollen, und diesmal gleich mich fragen, denn Sie sind ja lernfähig. Das kann ich Ihnen sagen, werde ich antworten, und es Ihnen sagen:

Morgens nach dem Aufwachen schiebe ich den Holzdeckel zur Seite, wische mir die feuchte Erde vom Anzug und mache mich auf den Weg ins Büro. Neue Schweinelieferungen sind eingetroffen aus den Fabrikhallen im oldenburgischen Hude. Zur Produktion der Schweinchen bedarf es hochpräziser Fertigungsanlagen; ich schwöre auf das Modell Häkeloma, das auch mit 99 Jahren noch schnell und zuverlässig funktioniert, nach über 15.000 haekelschweinen. Neue Bestellungen werden abgearbeitet und versandfertig gemacht, bevor ich mein Büro Richtung Internet verlasse. Das Internet wurde für Schweinereien entwickelt, und so nimmt es nicht wunder, dass es das bevorzugte Habitat des haekelschweins ist.